Laufend

«Kinder auf der Flucht»

«Unbegleitete minderjährige Asylbewerber» werden sie genannt, die Kinder auf der Flucht. Zehntausende flohen und fliehen aus den Krisenherden des Nahen und Mittleren Ostens und aus dem nördlichen Afrika nach Europa, das sich meist schwer tut mit ihnen.

Kinderflüchtlinge sind kein Phänomen der Gegenwart. Bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts geht die Zahl vertriebener Kinder und Jugendlicher in die Hunderttausende. Wir blicken im Buch zurück und fragen uns, was dieses Schicksal aus dem Menschen macht, wie die Entwurzelten damit lebten und überlebten. Haben wir aus diesem Jahrhundert der Gewalt und Vertreibung gelernt? Der Blick  auf die Gegenwart zeigt ein zwiespältiges Bild. In den reichsten Ländern der Welt wird vieles getan, fast noch mehr unterlassen, die nationale und internationale Politik verwaltet die Flüchtlingskrise, während die Aussengrenzen dicht gemacht werden und die Fremdenfeindlichkeit steigt. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Betroffene kommen zu Wort, dazu professionelle und freiwillige Helferinnen und Helfer, wir blicken in Asylheime, sind bei Befragungen dabei, begleiten minderjährige Flüchtlinge, sprechen mit Fachleuten über Traumata, Integration und Rückkehr, sind an Hot-Spots der Flüchtlingskrise in Italien und im Libanon, analysieren die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe, die Rechtslage, und wir bilden uns eine Meinung.

Das Buch erscheint 2020 voraussichtlich im Rotpunkt-Verlag.

Die Recherchen werden gefördert von Su und Stefan Ganzoni, Ellen Ringier und weiteren Donatoren.

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