Unser Ziel

Von der Arbeitsgemeinschaft zum Verein

Als gemeinnütziger Verein fördern wir kritischen, nicht-kommerziellen, unabhängigen Journalismus und die nachhaltige, vertiefte publizistische Auseinandersetzung zu umwelt- und gesellschaftspolitischen Themen, die in den Medien zu wenig Beachtung finden. Unser Fokus gilt insbesondere der Online-Publizistik und Sachbüchern, unsere inhaltlichen Schwerpunktthemen: Migration, Integration, der Alpenraum, Atomenergie, Gemeinwohl, Armut und Gerechtigkeit.

2008 lancierten wir, eine Arbeitsgemeinschaft freischaffender Journalisten, Redaktorinnen, Experten für visuelle Kommunikation, Fotografen, Fundraisern und Informatikerinnen, die Webseite «www.brot-im-tank.org» (heute www.mangel-und-moral.org) auf Basis des von uns im Auftrag von Caritas International realisierten Buches «Brot im Tank». Zwei Jahre später folgte mit www.alpenmagazin.org unsere zweite Webseite. Wir wurden damals von verschiedenen Stiftungen unterstützt. Ohne einen sehr hohen Anteil an Eigenleistungen hätten wir beide Projekte weder lancieren noch betreiben können. Doch unser Ziel, einen selbsttragenden Betrieb zu erreichen, haben wir nicht erreicht. Das lag zum einen an der kaum vorhandenen Bereitschaft des Lesepublikums, für redaktionelle Inhalte im Internet zu bezahlen, und unserem Verzicht auf Werbung, um unsere redaktionelle Unabhängigkeit zu bewahren, zum anderen aber auch an der die Schweiz mit voller Wucht erfassende Medienkrise. Sie zwingt die Verlage zu immer drastischeren Sparmassnahmen und einem entsprechenden Verlust an inhaltlicher Qualität und Quantität. Das gilt insbesondere für Nischenthemen wie Agrotreibstoffen oder einem unverklärten Blick auf die Alpen. Unsere Leserzahlen können sich nach wie vor sehen lassen, auch wenn wir den redaktionellen Aufwand stark reduzieren mussten. Es blieb die Erkenntnis: ohne Förderer und Donatorinnen ist an einen unabhängigen Journalismus über die von grossen Medien zunehmend vernachlässigten Randthemen nicht zu denken. Anderseits zeigen sowohl das Interesse aus der Leserschaft, notabene praktisch ohne Eigenwerbung, als auch Schulterklopfen und Lob aus Kultur, Politik und Wirtschaft, dass diese Nischen eben mehr sind als – Nischen. Das Bedürfnis nach unabhängiger Information ist gross.

In dieser Zeit entstand mit Unterstützung verschiedener Förderer auch eine ganze Reihe von journalistischen Sachbüchern zu einer breiten Palette von Themen: Europa, Fussball auf Bolzplätzen der Welt, Naturparadiese oder Genossenschaften.

Mit der Vereinsgründung 2013 verfolgten wir das Ziel, unsere Idee und unsere Projekte breiteren Kreisen, sowohl Leserinnen und Lesern als auch potenziellen Unterstützerinnen und Unterstützern, bekannter zu machen. Unser ersten Projekte, das Buch «Die Strahlende Wahrheit» (2015) und die Webseite www.mensch-und-atom.org (2016) haben wir erfolgreich lanciert. Diesmal gelang es, die Unterstützer, das Mäzenatenpaar Ganzoni, nach dem Buch auch für das Folgeprojekt im Internet zu gewinnen und damit die Finanzierung wesentlich nachhaltiger zu gestalten. Weitere Projekte sind seither gefolgt: Auftragsarbeiten wie das Buch «Gewässerperlen» für den WWF oder ein Jubiläumsbuch zum 100. Geburtstag der Saatgutgenossenschaft St. Gallen, dazu unsere bislang grösste Arbeit zum Thema Kinderflüchtlinge, die 2020 abgeschlossen sein wird. Weitere Buch- und Internet-Projekte zu den Themen Gemeinnützigkeit und Moderne Sklaverei sind in der Lancierungsphase.

Der Verein für nachhaltigen Journalismus lebt zu einem wesentlichen Teil von den Eigenleistungen seiner Mitglieder. Für die Finanzierung seiner Projekte ist er auf die Unterstützung von Förderern angewiesen. Die Gemeinnützigkeit des Vereins wird derzeit von den Behörden abgeklärt.